
Krisenmanagement
Der Verlust unseres Arbeitsplatzes stellt unser Selbstvertrauen auf eine harte Bewährungsprobe.
Nicht selten stellen sich Selbstzweifel ein: „Bin ich nicht mehr gut genug?“ „Gehöre ich schon zum alten Eisen?“ sind typische Fragen, die sich als Reaktion auf eine berufliche Trennungssituation einstellen.
Häufig kommt es im Trennungsprozess zu Verletzungen: Wir fühlen uns unverstanden, nicht richtig gesehen, in unserer Leistungsfähigkeit falsch eingeschätzt. Wir fühlen uns ungerecht behandelt, weil uns nicht genügend Zeit gegeben wurde oder wir für Rahmenbedingungen verantwortlich gemacht wurden, die wir nicht beeinflussen konnten.
Und schließlich kann es zu manifesten (Zukunfts-)Ängsten kommen, besonders, wenn wir bislang die Rolle des Alleinverdieners / der Alleinverdienerin inne hatten.
Es ist normal, solche Gefühle zu haben.
Bevor wir uns aber unserem nächsten Arbeitgeber als kompetenter, selbstbewusster Mitarbeiter präsentieren können, müssen wir unsere Zweifel, Verletzungen und Ängste nachhaltig überwinden.
Was hier vielleicht esoterisch oder übertrieben wirken mag, hat sich in jahrzehntelanger Praxis als Recruiter immer wieder bestätigt: Solange wir nicht mit unserer beruflichen Vergangenheit im Reinen sind, überzeugen wir den Entscheider auf der anderen Seite des Tisches nicht. Oder anders ausgedrückt:
Auf unserer Reise zu unserer nächsten Karrierestation sind unbearbeitete Verletzungen aus der Vergangenheit höchst unnützes Gepäck.
